Wie vor 2 Jahren möchte ich euch in diesem Blog tägliche Einblicke in meine Reise mit der Nationalmannschaft in Breslau geben. Die Idee ist, dass ihr durch diesen Blog auf die Reise mitgenommen werdet und etwas mehr als nur unsere Spiele seht. Ich werde euch mitnehmen zu Teamdinnern, Stretching Routinen, lustigen Schabernack, Trainings und Pre-Game Vorbereitungen.

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Dieser Artikel wird als fortlaufender Blog geführt. Das bedeutet, dass hier regelmäßig (hoffentlich täglich) immer wieder Zusammenfassungen des Tages zu sehen sind.

Falls ihr gerne etwas Bestimmtes sehen wollt, könnt ihr mir gerne eure Wünsche per Mail schicken und ich werde versuche ihnen nachzukommen.

Übersicht

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Tag 1 – 05.07.25 – Berlin Open: Das große Klassentreffen

Tag 1 der Vorbereitung – Berlin Open 2025

Heute war der erste offizielle Tag für die Herren-Nationalmannschaft, und die Vorfreude war spürbar groß. Zwei Wochen intensives Lacrosse-Training bei bestem Wetter – was gibt es Schöneres? Im Rahmen der Vorbereitung auf die kommende internationale Herausforderung standen die Berlin Open auf dem Plan, die einst als das größte Lacrosse-Turnier Europas bekannt waren. Leider ist das Event in den letzten Jahren etwas ins Hintertreffen geraten und nicht mehr das, was es einmal war. Trotzdem war es die ideale Gelegenheit, die ersten taktischen Feinheiten unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren und als Team weiter zusammenzuwachsen.

Erstes Spiel: Herren gegen U20 Hongkong
Das erste Spiel führte uns gegen die U20-Nationalmannschaft aus Hongkong, China. Mit einer gewissen Unsicherheit starteten wir in das Spiel, da es das erste Spiel für uns als Mannschaft war. Doch schnell fanden wir ins Spiel und übernahmen die Kontrolle. Mit einer soliden Verteidigung und schnellen Angriffen setzten wir uns deutlich mit 13:2 durch. Das Resultat war zwar klar, doch die Leistung zeigte, dass noch einiges an Arbeit vor uns liegt.

Zweites Spiel: Herren gegen die Eichen
Nach einer Pause ging es direkt weiter – der Gegner hieß „die Eichen“. Diese Mannschaft ist bekannt für ihren prominenten Spieler und die geballte Lacrosse-Erfahrung. Doch obwohl sie mit großen Namen und viel Erfahrung auftraten, taten sich die Eichen schwer, ins Spiel zu finden. Sie konnten ihre Chancen nicht verwerten, und die Kombination aus einer starken Defensive und einem gut abgestimmten Angriff der Herren-Nationalmannschaft führte zu einem souveränen Sieg. Auch dieses Spiel endete deutlich für uns.

Drittes Spiel: Herren gegen U20 Deutschland
Das letzte Spiel des Tages sollte gegen die U20-Nationalmannschaft Deutschlands stattfinden. Wie wir bereitet sich auch die U20 auf ein internationales Turnier vor – in ihrem Fall die u20 Weltmeisterschaft auf Jeju Island in Südkorea, das vom 15. bis 24. August stattfindet. Doch im direkten Duell gegen die Herren-Nationalmannschaft war die U20 von Anfang an deutlich unterlegen. Trotz engagierter Bemühungen fanden die Junioren nie richtig ins Spiel. Das Ergebnis war ein klarer Sieg für das Team der Herren. Dennoch war es ein wertvoller Test für beide Seiten, da die U20 einige wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, die ihnen für ihre weitere Vorbereitung helfen dürften.

Ausblick auf morgen
Morgen steht bisher nur das „Finale“ gegen die deutsche U20-Nationalmannschaft an – ein hoffentlich spannenderes Spiel als heute. Ansonsten heißt es erstmal Recovery, bevor wir am Montag noch einen intensiven Trainingstag haben und am Dienstag nach Breslau reisen.

Tag 2 – Sommer, Sonne & Sieger

Nach den überzeugenden Siegen am Vortag standen wir heute im Finale der Berlin Open – und das gegen niemand Geringeren als die deutsche U21-Nationalmannschaft. Trotz unseres bisherigen Laufs wollten wir das Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Gerade weil es unser einziges Spiel an diesem Tag war und möglicherweise unser letztes Testspiel vor der Europameisterschaft, war klar: Wir wollten noch einmal alles herausholen und gezielt an unseren offensiven sowie defensiven Strategien feilen.

Für die passende Stimmung vor und nach dem Spiel sorgte wie immer unser DJ Kleinhempel Beats, der mit seinen Sounds für gute Laune im Team sorgte und das Energielevel hochhielt.

Das Spiel selbst unterschied sich kaum vom vorherigen: Wir traten von Beginn an dominant auf, setzten die U21 unter Druck und bestimmten das Spiel Geschehen. Sowohl unsere Offensive als auch die Defensive funktionierten nahezu reibungslos. Am Ende stand ein klarer 19:2-Sieg auf der Anzeigetafel – ein verdienter und überzeugender Erfolg, mit dem wir uns als Sieger der Berlin Open krönen konnten.

Nach dem Spiel war der restliche Tag zur freien Verfügung – ganz ohne Programmpunkte. Jeder konnte die Zeit nach eigenem Interesse gestalten: Einige zog es an den nahegelegenen See, andere entspannten einfach gemeinsam auf dem Bett und genossen die Ruhe nach einem intensiven Turnierwochenende. Ganz andere nutzten die Zeit, um zusammen Videospiele zu spielen.

Bevor es am Dienstag nach Breslau geht, steht morgen noch eine letzte intensive Trainingseinheit auf dem Programm. Dort wollen wir noch einmal an den letzten Details arbeiten, bevor wir uns auf den Weg machen.

Die Vorfreude auf die kommende Herausforderung ist riesig – und wir hoffen, ihr begleitet uns weiterhin auf unserem Weg!

Tag 3 – Next Stop: Breslau

Heute war der letzte Trainingstag in Deutschland, und es war ein voller Tag. Die erste Session fand von 10 bis 12 Uhr beim BHC statt. In dieser Einheit wurde intensiv trainiert, bevor es direkt in die Videoanalyse ging. Hier wurden verschiedene Clips vom vergangenen Wochenende sowie einige Szenen aus den vorherigen Trainingseinheiten detailliert durchgesprochen, um Verbesserungspotential zu erkennen und das Spielverständnis weiter zu schärfen.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es direkt weiter mit der zweiten Trainingseinheit des Tages von 13 bis 16 Uhr. Der Fokus lag diesmal auf der Arbeit in Überzahlsituationen und der Zonenverteidigung. Es war eine wichtige Phase, um taktische Konzepte zu verfeinern und für kommende Herausforderungen vorzubereiten.

Nach dem Training gab es noch eine kleine Erfrischung im nahegelegenen See – der perfekte Ausklang nach den intensiven Einheiten. Coach Per nutzte die Gelegenheit, um in einer kurzen Theoriesession noch einmal wichtige Aspekte zu besprechen und die Gruppe mental auf die nächsten Tage einzustimmen.

Morgen geht es dann mit dem Bus nach Breslau, wo die nächste Etappe des Trainingsprogramms ansteht.

Tag 4 – Spartanisch eingerichtet

Heute um 12 Uhr trafen wir uns am Bahnhof Südkreuz in Berlin, um gemeinsam unsere Reise nach Breslau anzutreten. Aufgrund von Faulheit wurden am Vortag kaum Vorbereitungen für die Busfahrt getroffen. Ein spontaner Trip zu Ikea und ein paar Hotdogs sollten dies ausgleichen. Überraschenderweise hielt diese Wegzehrung jedoch nicht lange vor. Glücklicherweise legte der Bus nach etwa zwei Stunden einen Zwischenstopp ein.

Die Zeit während des Stopps nutzten wir, um uns mit Lebensmitteln und Getränken zu versorgen sowie ein wenig herumzualbern. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns dagegen, eine Brille zu kaufen. Auf dem Parkplatz nahmen wir das lokale Sportangebot dankend an, nachdem wir zuvor zwei Stunden gesessen hatten.

Die letzten zwei Stunden der Busfahrt verliefen ereignislos, und alle waren froh, als wir um 17:30 Uhr ankamen. Zwar waren wir uns bewusst, dass unsere Unterkunft einen gewissen Ostblock-Charme besitzen würde, doch waren wir dann doch überrascht, wie schlicht der gesamte Komplex tatsächlich war, manche würden ihn als basisorientiert beschreiben. Positiv überrascht waren wir hingegen von der Kantine und dem Essen.

Morgen erwartet uns ein abwechslungsreicher und gut gefüllter Tag. Den Auftakt bildet ein Teammeeting am Vormittag, in dem letzte organisatorische Details, sowie Taktiken besprochen werden. Im Anschluss steht eine Trainingseinheit auf dem Programm. Am Nachmittag folgt dann die feierliche Eröffnungszeremonie, die den offiziellen Start des Turniers markiert. Gefolgt von dem Eröffnungsspiel zwischen Polen und Tschechien.

Tag 5 – Let The Games Begin

Nach dem liebevollen Weckruf meldeten sich unsere hungrigen Mägen – die Spannung war groß: War das überraschend leckere Abendessen vom Vortag nur eine glücklicher Ausnahme? Doch auch das Frühstück konnte sich sehen lassen, wie der Musterteller von Jakob Böckermann eindrucksvoll bewies. Gestärkt ging es anschließend ins erste Players Meeting, bei dem unsere Captains verschiedene Punkte ansprachen – unter anderem, wie wir unser Warm-Up künftig noch effizienter gestalten können.

Nach etwas freier Zeit in der manche sich um Ihre Wäsche kümmerten, andere lernten, arbeiteten oder unserem Physio Jan Dingeldein einen Besuch abstatteten ging es auch schon wieder zum Mittagessen. Nur durften wir uns die Mägen nicht zu voll schlagen, da kurz darauf unsere erste Trainingseinheit in Breslau anstand. Die Stimmung, sowie das Wetter waren hervorragend, wie das folgende Video zeigt:

Nach dem Training folgte eine kurze Dusche, bevor es direkt weiter zur Eröffnungszeremonie und anschließend zum Eröffnungsspiel im Stadion ging. Die Partie selbst verlief eher unspektakulär – dennoch konnten sich die Tschechen knapp mit 10:9 gegen Polen durchsetzen. Zwar kamen die Polen im letzten Viertel mit vier Toren noch einmal eindrucksvoll zurück und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf ein Tor, doch am Ende reichte es nicht mehr für den Ausgleich.

Nach dem Spiel knurrte dann doch der Magen – und unser Verteidiger Butz ließ keine Zeit verstreichen und griff zur frischen Pizza!

In weniger als 48h spielen wir unser erstes Spiel der EM gegen die Ukraine. Die meisten taktischen Fragen sind geklärt und die restlichen werden im Abschlusstraining morgen besprochen. Eine Frage bleibt jedoch noch offen: Wer rockt die Brille mehr – Ihr entscheidet:

Tag 6 – Abschluss Training & Rookietaufe

Der heutige Tag startete mit einer Morgenaktivierung draußen vor der Unterkunft. Mit leichten Dehnübungen wurden Oberkörper und Beine fit gemacht für den letzen Trainingstag. Auch die Hüften wurden in Peter-Wittmann-Manier mobilisiert. Das abschließende Schnick-Schnack-Schnuck-Turnier konnte LT für sich entscheiden.

Nach dem Frühstück ging es für die Offense ins Players Meeting, um die letzten Unsicherheiten zu beseitigen. Ein Teil der Defense machte sich in der Zeit auf den Weg in Breslaus Innenstadt. Der Rest der Mannschaft zur benachbarten Stadionanlage und schaute sich ein paar Spiele der Konkurrenz an.

Vor der letzten Trainingseinheit fand noch ein kurzes Teammeeting statt. Auf der Agenda standen letzte Anweisungen zum Clearen und Riden, eine Analyse der gegnerischen Face-Off-Strategien sowie die Vertiefung unserer offensiven Spielzüge.

Mit dem neuen Know-how ging es anschließend ein letztes Mal aufs Trainingsfeld. Um uns vor dem Turnierstart nicht zu überlasten, war die Einheit bewusst locker gehalten – mit dem Fokus auf dem Überzahlspiel sowie den im Meeting besprochenen Clearing- und Ridingstrategien.

Nach dem Cooldown gab es für die Rookies dann eine Überraschung: Ausgestattet mit schicken Outfits und einer langen Aufgabenliste sollte die Rookietaufe beginnen. Um die polnische Kultur zu erkunden, waren die Aufgaben so erstellt, dass die Kommunikation zu Einheimischen unumgänglich war. Von Zwergensuche über Musizieren auf den Marktplatz bis zum Lösen polnischer Kreuzworträtsel war einiges dabei. Für die Seniors gab es währenddessen Burger mit Gurkensalat in der Kantine.

Nach drei Stunden fanden die Rookies wieder zurück und präsentierten ihre Ergebnisse. Nach einer kurzen Besprechung war klar: Die Ergebnisse sind gut und alle 7 Rookies sind nun Teil des Teams.

Mit dem gelungenen Abschlusstraining heute, fühlen wir uns gut vorbereitet morgen in das Turnier zu starten. Um 16:40 Uhr geht es gegen die Ukraine! Alle Spiele werden Live auf YouTube übertragen. Schaltet ein!

Tag 7: Endlich Gameday – Spiel 1 vs. Ukraine

(by Dominik Nitsch)

Gameday. Endlich. 

Vor einer Woche ging die Vorbereitung los. Testspiel. 3 Testspiele. Noch eins. 4,5h Training. Busfahrt. Training. Training. 

Es wurde Zeit. 

Und wie startet man den Gameday am besten? Mit Aktivierung. Kapitän Rinti hat tief in die Trickkiste gegriffen und das Team bestmöglich wachgemacht. Beweise: 

Nach einem substantiellen Frühstück, gefolgt von einem Teammeeting und einem weniger substantiellen Mittagessen ging’s schon rüber zum Feld. 

Wie Faceoff-Maschine Anton sagt: “Diese Lacrosse-Turniere sind eigentlich Essensreisen, wo man zwischendurch etwas Lacrosse spielt.” Genau so fühlt es sich an. 

Nach einer kurzen Exkursion am Locker Room vorbei fanden wir endlich unsere Kabine. Ein Container. Sauber, aber viel zu klein für 22 gestandene Männer. Aufgrund unserer Wahl der Unterkunft war dies unproblematisch – das Student Dorm “Spartakus” (unsere 0,7-Sterne Unterkunft) befindet sich fußläufig 10 Minuten (etwa 1x Hell’s Bells + 1x Denkmal) vom Feld entfernt. 

Auf zum Feld. Hell’s Bells läuft. Partner Passing. Wird uns verboten – es sei zu gefährlich, während die anderen Teams noch Fotos machen. Na gut. 

Stretch. Sticks warm kriegen. Offense schießt, Defense wirft lange Pässe. Build-up drills. Die Offense sieht locked in aus. Defense auch. 

Und dann endlich: Nationalhymne. Wir singen alle viel zu schnell und wundern uns, warum die Nationalhymne so langsam ist. Ist sie aber. Wir sind einfach nur hungrig darauf, aufs Feld zu gehen. 

Der Gegner: Ukraine.

Ukraine ist eines der neuesten Mitglieder der European Lacrosse Association – seit 2018. Dieses Turnier hat für sie eine besondere Bedeutung: es ist das erste internationale Turnier, an dem die Ukraine teilnimmt. Eigentlich wollten sie zum ersten Mal beim Eurolax Sixes Cup 2022 in Portugal teilnehmen. Dieser begann am 24.02.2022 – dem Tag, an dem Russland die Ukraine angriff. Seitdem hat keiner der Spieler das Land mehr verlassen: Männer dürfen die Ukraine grundsätzlich nicht verlassen, außer für besondere Ereignisse. Die Lacrosse-EM ist eines davon. 

Mit diesen Spielern auf dem Feld zu stehen, bringt den Krieg in der Ukraine noch einmal deutlich näher: von einer abstrakten Situation, über die man in den Nachrichten hört, zu greifbarer Realität. Jeder dieser Jungs, gegen die wir gespielt haben, hat Verwandte und Freunde, die gerade für die Freiheit ihres Landes kämpfen. 

Diese Einstellung merkt man auf dem Feld. Jeder Einzelne war mit Leidenschaft dabei, mit Herzblut, mit Biss. Kämpfen bis zur letzten Pfeife, egal, wie der Spielstand aussieht. 

Kapitän Vova erzählte: “ich werde nächstes Jahr 25; es kann sein, dass ich dann eingezogen werde.” Er baut gerade in Irpin, einem Vorort von Kiew, ein Team auf: die Irpin Phantoms. Dort verbringt er seine Abende neben seinem Vollzeitjob, und baut das Team auf. Ehemaliger deutscher Nationalspieler Matthias Lehna, der die Phantoms auf Dienstreise besucht hat, sagt: 

“During my many trips to Ukraine I connected with some of the young athletes who keep the sport alive under the most difficult conditions. Lacrosse in Ukraine is still small – driven purely by passion, not structure or funding.

I met players from the Irpin Phantoms who shared how they kept training after the full-scale invasion began. What stuck with me is their resilience – these young men simply never gave up.”

Ein besonderer Moment. 

Das Spiel endete 23-3. Coaches wie Spieler waren zufrieden: Wir haben unseren Job erledigt, die Offense hat ihre Tore geschossen, die Defense den Kasten weitgehend sauber gehalten. Verbesserungspotenzial gibt es vor allem beim Groundballspiel – das wird morgen gegen Polen extrem wichtig, da die Polen mit eine der besten Faceoff-Einheiten haben. 

(Lasse Volquardsen: 4 Tore, 5 Assists. Gewinnertyp. Zusammen mit Marc Brandenburger jetzt an Position 3 der Topscorer des Turniers. Hoffen wir, dass es so bleibt.) 

Vor allem sind wir aber froh, dass das Turnier endlich begonnen hat. Die Vorbereitung war lang. Morgen kommt der Zeitpunkt, an dem wir zum ersten Mal beweisen können, dass sie sich gelohnt hat – um 17:30 gegen den Gastgeber. Das Spiel könnt ihr euch auf YouTube ansehen.

Und jetzt: ab ins Bett. Big day tomorrow. 

PS: Ein Rätsel zum Schluss – wer kann erraten, welcher Spieler sich hier vor der Morgensonne versteckt?

Tag 8 – This is our Turf now!

Der Start in den Tag:

(By Fritz Kleinhempel)
Unsere „Morgenroutine“ wurde heute feierlich in „Körperliche Selbstbestrafung mit Teamanschluss“ umbenannt. Eine bunte Mischung aus Yoga, Stretching, Quatsch und dem, was Kapitän Rinti „Aktivierung“ nennt. Aktiviert wurden: Muskeln, Teamgeist und diverse Gelenke, die vorher jahrelang nicht benutzt wurden.

Frühstück – stark. Mittag – naja.

Kaum war das Frühstück im Magen gelandet und hatte sich umgeschaut, da hieß es auch schon wieder: „Mittagessen ist fertig!“ Unser Verdauungstrakt kam gar nicht mehr hinterher – der Toast war noch nicht mal in der zweiten Runde, da stand schon das nächste Buffet bereit. Gourmet meets Fress-Marathon.

Unsere Kabine:
Diesmal hatten wir tatsächlich eine Kabine – richtige Kabine, kein Container mit Möchtegern-Flair. Und wir haben sie sogar sofort gefunden! Lag praktischerweise direkt auf dem Weg zum Feld.

Drinnen: beste Musik, beste Stimmung. Die Box hat mehr geleistet als manche Spieler beim Aufwärmen. Zwischen Beats und Bandagen war klar: Heute wird geliefert.

Warm-up-Deluxe:
Das Aufwärmen? Sensationell. Energielevel irgendwo zwischen Rockkonzert und Raketenstart. Die Beats? Laut. Vielleicht ein kleines bisschen zu laut – denn plötzlich kam die Beschwerde vom Festival nebenan (ja, von dem Festival!), ob wir bitte unsere Musik ausmachen könnten.

Wenn dein Warm-up die Hauptbühne übertönt, weißt du: Das Team ist ready.

Nationalhymne. Gänsehaut 2.0:

Diesmal alle im Takt – na ja, fast. Immerhin waren wir gemeinsam zu schnell fertig. Synchron wie ein Schweizer Uhrwerk… nur eben eins, das auf 1,25-facher Geschwindigkeit läuft. Aber hey – als Team geschlossen durch die letzte Zeile gehetzt? Das ist wahre Einheit.

Der Gegner heute: Polen.
Richtig gelesen. Der Gastgeber selbst. Mit Heimvorteil, Fan-Support und vermutlich mehr Pierogi im Magen als wir.
Anpfiff: 17:30.

Was dann kam? Eine erste Halbzeit wie aus dem Bilderbuch:
Wir legten los wie die Feuerwehr. Oder wie eine Horde hungriger Bären auf Rollschuhen.
Halbzeitstand: 6:1 für uns.
Polen wurde eiskalt erwischt – und wir ließen nicht locker.

Endstand: 10:4.
Statement. Dominanz. Richtig schöner Lacrosse.
Und das gegen den Turnierausrichter! Da schmeckt das Abendessen gleich doppelt so gut.

Teammeeting mit Entertainmentfaktor:

Nach dem Abendessen gab’s noch ein kleines Highlight: Teammeeting mit Siegerehrung der Rookietaufe.

Die Gewinner? Glänzten mit Kreativität, Mut und maximaler Würdelosigkeit. Viel Demütigung für sie, große Unterhaltung für uns. So geht Teambuilding!

Was bleibt?
Die Erkenntnis, dass Aktivierung mit Rinti Wunder wirkt.
Und ein Gefühl, das irgendwo zwischen Stolz, Muskelkater und Vorfreude auf das nächste Spiel liegt.

Lacrosse, baby.

Tag 9 – Ein Sieg zum Geburtstag

Der Tag startete – wie immer – mit dem lieblichen Weckruf von Mori und Fritz. Diesmal allerdings schon um 7:45 Uhr. Für mich eindeutig zu früh, aber man hat ja leider nicht die Wahl. Schlaf wird hier offenbar überbewertet.

Bei der anschließenden Morgenaktivierung mit Kapitän Rinti wartete eine kleine Überraschung auf uns: Jeder sollte eine Übung vormachen. Zuerst kamen die altbekannten Dehnübungen – ein bisschen Armkreisen hier, ein bisschen Beinwackeln da. Doch dann kam Justin Wismer mit einer Idee um die Ecke. Wir sollten einen Mitspieler umarmen und ihm drei Dinge sagen, die wir heute gut machen wollen. Also gab’s statt Fitnessstudio-Atmosphäre plötzlich Gruppentherapie mit Umarmungen. Böhmi und ich haben es aufjedenfall genossen!

Nach der Morgenaktivierung gab es eine kleine Überraschung für unseren Verteidiger Marius Paul Ernst Butz – liebevoll auch MPEB genannt, da er heute Geburtstag hatte.

Um 14 Uhr startete das Spiel gegen Tschechien um den Gruppensieg. Es war das bisher wichtigste Spiel in diesem Turnier, denn ein Gruppensieg bedeutet eine deutlichen schwächeren Gegner im Play-In für das Viertelfinale zu bekommen. Wie auch gestern war die Stimmung auf dem Platz gut und fanden trotz eines kurzen Regenschauers gut ins Warm-Up.

Das Spiel wurde vor allem in der ersten Hälfte klar von uns dominiert. Wir zeigten eine konzentrierte Leistung, standen defensiv stabil und nutzten unsere Chancen konsequent – so gingen wir verdient mit einer 7:3-Führung in die Halbzeitpause.

Wie schon in den vergangenen Partien hatten wir jedoch im dritten Viertel eine Schwächephase. Die Gegner kamen besser ins Spiel und konnten den Rückstand deutlich verkürzen, wodurch es zum Ende hin nochmal spannend wurde.

Trotzdem behielten wir die Nerven und kämpften uns zurück ins Spiel. Mit einer geschlossenen Teamleistung sicherten wir uns schließlich den 11:9-Sieg.

Nach dem Spiel stand für den restlichen Tag nichts weiter auf dem Programm als Abendessen und Regeneration. Für mich hieß das: Ab zu unserem Physio Jan, um mich behandeln zu lassen. Auf dem Plan standen Mobilisation von Hüfte und Schulter sowie eine Schröpfbehandlung. Für Justin Wismer und Moritz Spiegel ging es in die Eistonne.

Morgen steht das letzte Gruppenspiel gegen Spanien um 14 Uhr an. Wir sind bereit und freuen uns über alle Zuschauer! Den Link zu dem Spiel findet ihr oben.

Tag 10 – Von und zwischen zwei Pfosten

(Von Mischa Zinoviev & Benedikt Mildenberger)

Heute Morgen sind wir wieder mal hungrig aufgewacht. Nicht nur weil wir seit über 8 Stunden nichts gesnackt haben, sondern weil heute Spanien auf der Speisekarte stand.

Die Goalies teilen sich ein Zimmer. Es ist gemütlich mit „Ostblockflair“ eingerichtet und ist üblicherweise der Treffpunkt für die Defense. Es werden viele Gesellschaftsspiele gespielt und teils tiefgründige Gespräche geführt. Unsere direkten Nachbarn Fritz und LT sind in unserem Zimmer bereits Stammgäste.

Nach unserem Morgenstretch, dem wir wie jeden Morgen mit voller Begeisterung und Elan beiwohnen, ging es zum ersten kleinen Highlight des Tages: Frühstück. Zum Frühstück gibt es alles, was das Herz begehrt: Pancakes, Pfannkuchen, Paninis, Rührei, es fehlt an nichts. Nicht umsonst sagt man, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist.

Nachdem wir sitt (Anmerkung der Redaktion: Bene hasst dieses Wort) und satt waren, ging es zur Teambesprechung. Bei dem Meeting wurden viele Wörter und viele Sätze gesagt.

Danach konnten wir die kurze Zeit gut nutzen und spielten in gemeinschaftlicher Runde Polytopia. Allianzen und Freundschaften wurden gegründet und schneller wieder gebrochen.

Das Mittagessen 2 Stunden nach dem Frühstück war hart, aber wir kämpften uns auch souverän durch diese Mahlzeit.

Im Anschluss ging es auch schon zügig weiter zum Platz und in die Umkleidekabinen. Der Bass hat geballert und die Boys waren heiß. Das Warmup wie immer Routine. Mit dem Hype und Vibe am Start ging es dann auch schnell ins Spiel gegen Spanien.
Offense war ordentlich am ballern und konnte den temperamentvollen Spaniern 20 Dinger einschenken. Wir sahen solide aus und wurden nur 3 Mal erwischt, wie wir an Tapas gedacht haben und unaufmerksam waren.

Nach dem starken und eindeutigen Spiel ging es auf zum Abendessen. Es gab polnische Kartoffelknödel mit Fleischfüllung. Den Goalies hat es wie immer sehr gut geschmeckt.

Zum Abschluss des erfolgreichen Tages machte sich noch eine Trupp auf in die schöne Stadt Breslau. Auf den kleinen grün bewachsenen Inseln wurde sich noch ein Kaltgetränk gegönnt. Breslau strahlt mit seinen alten Bauwerken und katholischen Klöstern und Kirchen.
Nach einem langen Spaziergang ging es zurück in die Dorms und zum nächsten Teammeeting. Im Hinterkopf stand noch eine Frage offen: Haben wir uns den Einzug ins Viertelfinale direkt gesichert oder müssen wir eine extra Runde in den Play-In’s drehen ?

Die Frage können wir schnell beantworten. Deutschland ist durch und tritt direkt im Viertelfinale am Mittwoch an. Das heißt morgen haben wir frei, können unsere Knochen entspannen, unsere Körper mit Kohlenhydraten und Proteinen füllen.

Diese Gutenachtgeschichte wurde euch von Bene und Mischa erzählt. Ein Foto der Redaktion:

Tag 11 – Offday Pierogis

(Von Jake Steinfels und Kai Sontowski)

Früher als den meisten lieb war ging es auch heute los. Captains und Coaches waren sich einig, wenn wir früh auf den Platz kommen, können sich die anderen Teams nicht unsere genialen Taktiken abschauen. Daher ertönten in aller Frühe die lieblichen Aufweckklänge durch die Flure und Zimmer. Aktivierung und Frühstück sollten die beiden ersten Punkte auf der Agenda sein.

Studien zeigen auch Massagen wirken sich aktivierend aus.

Die Trainingseinheit war erfolgreich, die Offense hat an ihrer Zielgenauigkeit gearbeitet und die Defense hat hart geackert.

Im Anschluss ging es für einige in die Eistonne.

Dann kamen alle zusammen zum Teammeeting. Dabei wurde das gestrige Spiel evaluiert. Zum Mittagessen ging es in die Kantine, es gab asiatisch angehauchtes Essen und fragwürdiges Hühnchenerzeugnis. Gemeinsam haben wir uns dann angeschaut, gegen wen wir im Viertelfinale antreten werden. Bei diesem Play-In-Spiel traf Irland auf unseren Gruppengegner Polen. Nachdem wir im Gruppenspiel Polen mit 10:4 bezwingen konnten, hat Irland das seinerseits mit einem 10:3 vollbracht. Somit steht der Gegner für morgen fest.

Den restlichen Tag hatten alle Spieler Freizeit. In verschiedenen Grüppchen wurden Spiele geguckt, die Seele baumeln gelassen, Breslau erkundet sowohl kulturell als auch kulinarisch:

Zwischenzeitlich Gewitterte es stark, weshalb auch die beiden letzten Spiele des Tages unterbrochen bzw. später gestartet werden mussten.

Der Ausblick auf morgen:

Die K.O.-Runde beginnt! Aber die Jungs müssen morgen lange die Füße still halten. Erst um 19 Uhr geht es im Viertelfinale gegen die Iren, die ihrerseits bisher auch ungeschlagen im Turnier stehen. Es verspricht also äußerst spannend zu werden. Bis dahin wird sich intensiv vorbereitet.

Auch für morgen Nachmittag ist schlechtes Wetter angekündigt. Wir hoffen, dass die Spiele pünktlich starten und ohne Unterbrechung zu ende gespielt werden können.

LG und bis die Tage.

Tag 12 – Viertelfinale gegen die „Iren“

(von LT und Stetz)

Früh um 9:00 wurden wir wie immer lieblich von Mo und Friedrich geweckt. Danach wurden erstmal Luftballons aufgeblasen.

Unser Coach Perk ist nämlich 30 geworden. Sein einziger Wunsch war ein Sieg gegen Irland… Mal schauen.

Chilliger Start in den Tag.

Knackige Aktivierung durch unseren Captain Rinti darf danach natürlich auch nicht fehlen.

Im Anschluss folgte Lukas Lieblingsmahlzeit: Das beste Frühstück Breslaus. Wie immer ausgewogen und schmackhaft.

Richtig gut! Nach dem Frühstück sind ein paar Jungs noch das Israel-Lettland Spiel scouten gegangen, bevor es zum Teammeeting ging.

Eine Stunde lang wurden wir in einer wunderschönen PowerPoint auf die „Iren“ vorbereitet, am Ende hieß es: „We´ll throw the kitchen sink at them.“

Langeweile in der Freizeit überbrückte die nächsten Stunden, während wir auf das Viertelfinale warteten. Um 17:30 war es dann soweit.

Abmarsch! Bei schönstem polnischen Wetter (Regen) marschierten wir zur Kabine, um uns nochmal richtig heiß auf das Spiel zu machen.

Nach einem nervösen Start in das Spiel stand es zur Halbzeit 8:1 für die „Iren“. In der zweiten Halbzeit kamen wir langsam ins Spiel, allerdings zuspät.

Durch ein paar geile Aktionen von Lasse konnten wir den Rückstand auf 4:9 verkürzen.

Am Ende hat es heute leider nicht gereicht und wir haben das Spiel 12:6 verloren. Nach dem Spiel und dem wichtigen Eisbad wurde noch gemeinsam zu Abend gegessen. Es gab wie immer Fleisch mit Kartoffeln. Ein harter Tag aber morgen geht es auf unserem Weg zum 5. Platz mal wieder gegen die Tschechien ran.

Gute Nacht und Liebe Grüße aus Polska

LT und Luis.

Tag 13 – Die Enttäuschung

(von den Spiegelbrüdern)

Der Tag nach dem bitteren Viertelfinal-Aus gegen Irland begann… sagen wir mal, mit schwerem Herzen. Die Niederlage steckte uns allen noch in den Knochen – emotional wie körperlich. Nach dem täglichen Wecker und der Aktivierung ging es zum Frühstück, der ein oder andere Blick leer, aber der Wille: Ungebrochen.

Nach dem Frühstück, ungewöhnlich für uns – die Spiegelbrüder trennten sich. Während der eine Bruder sich wegen einer lästigen Rückenzerrung beim Physio durchkneten ließ (gute Besserung, Söri!), war der Rest des Teams schon wieder mit Herz dabei: Ukraine anfeuern. Sie hatten uns im Viertelfinale lautstark unterstützt – da war es Ehrensache, das zurückzugeben.

Zurück in der Kabine: Trotz allem gute Stimmung. Die Qualifikation für die WM stand auf dem Spiel, das Ziel war klar. Ein kleines Highlight vor dem Spiel: „Vater Abraham“ – gesungen, getanzt, gelacht. Die Fans draußen? Weltklasse. Trotz Dauerregen lautstark und motivierend.

Das Spiel selbst: Ein emotionaler Schleudergang auf nassem Boden, die Bilder vermitteln einen ganz guten Eindruck davon wie rutschig es auf dem Platz war. Doch wir starteten stark – 2:0-Führung! Dann ein Rückschlag: 2:3 für Tschechien. Halbzeitstand 3:3. Es war ein Hin und Her – jedes Tor hart erkämpft, jeder Ballbesitz umkämpft. In der zweiten Hälfte drehten wir ein 3:6-Rückstand in ein 7:6 – und lagen vier Minuten vor Schluss mit 8:7 vorne. Gänsehaut pur. Doch Tschechien glich aus, also ging es in die Verlängerung ins Golden Goal – klingt nach Oliver Bierhoff 1996, fühlte sich für uns aber eher an wie Zinedine Zidane. Trifft uns mit einem Fallrückzieher mitten ins Herz… Denn trotz gewonnen Face-Offs können wir den Ball nicht in den Angrifft bringen und Tschechien erzielt das 8:9. Uff, was ein bitteres Ende.

Um wieder bessere Stimmung zu bekommen wurden dem Team der Abend freigegeben, so haben einige Spieler den Abend mit der Familie verbracht, andere das Halbfinale England vs Israel oder einen Goon im Filmraum geguckt.

Morgen ist frei, alle können Zeit mit Family und Freunden verbringen. Samstag geht es um 15:30 gegen Frankreich endgültig um die Qualifikation für die WM 2027.

Tag 14 – Off Day im Spaßbad

(Von Justin und Leon)

Durch die Niederlage gegen Tschechien spielen wir leider erst am Samstag im Spiel um Platz 7 gegen Frankreich. Daher hatten wir heute einen ungewollten Off Day aus dem wir aber das Beste gemacht haben. Denn es galt nicht nur unsere geschundenen Körper etwas Pause zu gönnen, sondern auch die noch spürbare Enttäuschung zu überwinden.

Die vom Doktor verschriebene Kur: Ab ins Spaßbad.

Teil 1: Der Aquapark:

Nach einem langsamen morgen und vielen murrigen Gesichtern musste erst etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden nicht den ganzen Tag im Selbstmitleid im Bett rumzudärmeln. Aber Schlussendlich fand sich der Großteil der Mannschaft zusammen, um in den Aquapark Wroclaw zu fahren, für einen Abenteuertag der schöner nicht hätte sein können.

Nach kurzer Fahrt in verschiedene Grüppchen leuchteten die Kinderaugen als die Spieler den Rutschenkomplex von außen schone erahnen konnten. Schnell wurde die Speedo (oder Game Day Shorts) angelegt und rein ins Vergnügen.

Da wir unterschiedlich angereist waren mussten wir uns erst wiederfinden. Im Aquapark natürlich leicht, denn wo sollten sich die Männer, denn sonst aufhalten als in der Schlange zum Rutschenturm. Die Rutschen Enthusiasten deutscher Lande stürzten sich so gleich ins nasse Vergnügen der Watermelon Slide oder des Black Holes.

Die Spieler stellten dabei mehrere Bahnrekorde auf, bei denen besonders unsere Torhüter herausragende Leistung zeigten. Die polnischen Behörden (Bademeister) bedachten den von den deutschen aufgestellten Rekord der längsten menschlichen Rutschkette mit Applaus und Trillerpfeife, was zu einem 30-minütigen Rutsch Timeout führte.

Völlig verdattert was nun zu tun war, suchten sich die Recken nach dieser Standpredigt nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten, bei denen sie auch zum Schwitzen kommen würden.

Wie es der Zufall wollte, gab es im Aquapark auch ein Saunarium.

Teil 2: Die Sauna

Das Saunarium bot den Spielern gerade zu ein A-la-carte Auswahl an Recovery Maßnahmen. Verschiedenste Saunen, Kalte Bäder und Eisräume, Whirlpools und Massagen boten den Spielern beste Möglichkeiten ihre Körper wieder auf das anstehende Spiel, um den 7. Platz vorzubereiten.

Nach einigen Stunden in den Öfen Breslaus in denen der deutsche Stahl wieder seine alte Form erlangen konnte, ging es für die Spieler gegen 18 Uhr wieder in Richtung Hotel, wo ein bewundernswerter Versuch eines Pad Thais auf die Helden unserer Geschichte wartete. Frisch gestärkt und die gestrige Niederlage schon fast vergessen begaben sich die Männer zum Spielfeld zurück.

Teil 3: England vs Long Ireland

Sportliches Highlight des Tages war das Spiel um den dritten Platz dar zwischen England und Irland. Trotz der langen Rivalität mit den Engländern saß die Niederlage gegen Irland noch zu tief, dass die deutschen lautstark die Engländer mit unterstützten welche knapp, aber verdient sich mit 7:4 gegen Irland durchsetzen.

Highlight des Abends war aber trotzdem Willo der mit Adam und Svea angallopiert kam aus Hamburg, um uns zu unterstützen. Nach ein paar Kraulern sieht der Good Boy aus wie wir morgen nach dem letzten Spiel und vielen Bier intus.

Zurück im Hotel und mental und körperlich wieder erholt, stellen wir uns nun auf das finale Spiel der EM ein. Um 15:30 werden wir gegen Frankreich um den 7. Platz spielen und gleichzeitig um das letzte Ticket zur WM in Japan 2027.

Ein hochspannendes Match steht uns bevor in dem viel auf dem Spiel steht.

Wir schauen jedoch entspannt in den Sonnenuntergang.